Geschichte

Wäscherei Munz, 1936Um das Jahr 1900 gründete der Urgroßvater des heutigen Inhabers – der Wäschepionier Josef Rabeder – die Wäscherei am Fuß des Marienbergs. Das Waschwasser wurde damals noch mit einer Tauchpumpe aus dem Haselgrabenbach in ein großes Becken gepumpt. Gewaschen wurde mit heißem Wasser, der klassischen Blockseife und Soda, das der Waschlauge beigesetzt wurde. Revolutionär war 1907 die Entwicklung eines ersten Vollwaschmittels. Nun konnte gleichzeitig Wäsche gewaschen und gebleicht werden. Trotz allem war der Waschvorgang an sich bis weit in das 20. Jahrhundert hinein wahrlich Schwerstarbeit.
Wäscherei Munz, 1936-2Die mechanischen Vorgänge des Stampfens, Schlagens oder Reibens der Wäsche auf einem Waschbrett, durch die der Schmutz sich leichter aus den Textilien löste, forderte einen hohen Kraftaufwand, der durch das Kochen der Wäsche nur unwesentlich erleichtert wurde.

1940_a3In den Dreißigerjahren arbeite man schon mit verschiedenen technischen Hilfsmitteln, auch um schwere Lasten besser transportieren zu können. Das Wasser, das mittlerweile aus dem eigenen Hausbrunnen kam, wurde in großen Kesseln gekocht, die Wäsche in Holzschaffeln eingeweicht. Erst die Erfindung der Waschmaschine und leistungsstarker, moderner Waschmittel brachte eine Wende in der Wäschereinigung mit sich. In Privathaushalten wie auch in der gewerblichen Wäscherei wurde es deutlich leichter. Schon damals war bekannt, dass das hauseigene Wasser besonders weich ist. Auch das trug zu einem guten Ruf des Betriebes bei. 1932 heiratete die Tochter Josef Rabeders Franz Sumesberger. Bis 1940 hieß die Wäscherei dann Sumesberger, dann trug sie über viele Jahrzehnte den Namen “Marienberg-Wäscherei”.

1956_aMit 7 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeite die Wäscherei damals und baute auch in den schwierigen Zeiten ihre Dienstleitung weiter aus.

19601950 heiratete Karoline Sumesberger – die Enkelin des Firmengründers – Otto Munz. Das Ehepaar übernahm den Betrieb und baute ihn über 30 Jahre hinweg zu einer modernen Wäscherei aus. 1985 schließlich übernahm deren Sohn, der heutige Eigentümer Gerhard Munz die Wäscherei am Marienberg.

Heute arbeiten die Mitarbeiterinnen des Betriebes mit modernen, großen Waschmaschinen und Trockengeräte haben längst die Aufhängstadt im Garten neben der Wäscherei ersetzt. Aber auch in heutiger Zeit bleibt das Wäschewaschen ein spannendes Betätigungsfeld – vor allem für Chemiker und Techniker. Aber auch für uns als Dienstleister die mit Know-how und Sorgfalt Ihre Textilien reinigen, bügeln und bis ins Haus liefern.